Halloween-Kekse mit Matcha




"Ein heißes Bad erfrischt den Körper, ein heißer Tee den Geist."
aus Japan

Kennt ihr eigentlich Matcha?

Sicherlich ist es euch schon als Matcha-Latte begegnet? Oder vielleicht als Tee?


Doch wie viel wisst ihr eigentlich darüber?
Ich kannte Matcha früher nur aus meinem ersten Japanurlaub. Dort gab es wirklich alles mögliche mit Matcha: Süßigkeiten, Kuchen, Eis, Getränke, Cocktails. 

Dort besuchte ich auch zum ersten Mal meine erste Teezeremonie und war ein wenig verzaubert... die geregelten Abläufe, die Genauigkeit und die Hingabe .. die ganze Zeremonie hatte etwas hypnotisches, aber auch entspannendes. Es ging schon gar nicht mehr "nur" um den Genuss von Tee, sondern war auch wie eine Art Meditation, eine Einkehr zu sich und der Welt. Die Zeremonienmeisterin im Kimono war einfach zauberhaft und ich denke immer wieder gerne daran zurück. Vor allem wenn mich wieder die innere Unruhe packt. 


Und so verbinde ich mit Tee auch immer ein Gefühl von Entspannung. Der erste heiße Schluck, gefolgt von dem "aaahhh" und dem wohligen Gefühl in meinem Inneren. 
Vermutlich können das nur Tee-Trinker nachempfinden. 

Das heißt natürlich nicht, dass Kaffee doof ist! ich mag den Geruch und Geschmack von Kaffee... z.B. im Kuchen oder in Pralinen, aber ich trinke eben Tee.

Matcha ist eine besondere Sorte des japanischen Grüntees, denn da gibt es ja einige, und wird aus der Sorte Tencha gewonnen. Es ist ein gemahlenes Pulver und kann in heißem Wasser aufgelöst oder aber in Lebensmitteln (Kuchen, Schokolade...) verwendet werden. 
Matcha wird demnach nicht nur auf besondere Weise hergestellt, sondern man sagt ihr auch eine außergewöhnliche Wirkung auf die Gesundheit zu und wirkt sehr belebend. Tatsächlich beinhaltet Matcha eine hohe Konzentration an Koffein/ Teein, das jedoch vom Körper besser aufgenommen und verarbeitet werden kann, als z.B. das Koffein im Espresso oder Kaffee. Mit all seinen Eigenschaften wird Matcha auch zu den sogenannten "Superfoods" gezählt. 


Da stellt man sich jetzt Lebensmittel im Superheldenkostum vor, aber so ist das natürlich nicht.
Der Begriff ist eine ausgeklügelte Marketingidee und fasst Lebensmittel zusammen, die besonders viele positive Eigenschaften auf den Organismus und Körper des Menschen haben (wie z.B. Blaubeeren, die viele Antioxidantien haben). Das klingt auch einfach schön, weil man sich nach einer Tafel Schokolade denkt "haaach, waren ja Blaubeeren drin.. so schlimm wars ja dann doch nicht, oder ich trinke noch einen grünen Smoothie hinterher..." und somit tut es unserem schlechten Gewissen doch irgendwie gut. 

Nur der gelegentliche Verzehr von diesen sogenannten "Superfoods" reicht aber natürlich nicht aus. Dazu gehören auch eine ausgewogene und gesunde Ernährung und viel Bewegung. Also eigentlich wie immer! 


Der Geschmack von Matcha ist natürlich etwas individuelles. In Lebensmitteln finde ich ihn sehr angenehm. Er ist sehr mild, nicht bitter und auch nicht erdig. Im Getränk selbst bin ich kein Fan davon davon, aber das muss jeder für sich selbst herausfinden!

Das Backen mit Matcha ist wirklich simpel. Ihr nehmt euer Ausgangsrezept und fügt einfach etwas Pulver hinzu. Am liebsten mag ich natürlich die farbliche Wirkung!
Das passte einfach zu meinen Halloween-Keksen und statt sie mit Lebensmittelfarben zu färben, habe ich einfach etwas Matchapulver genommen. 

Das bekommt ihr mittlerweile wirklich überall! 
In großen Supermärkten, in Kaufhäusern mit Lebensmittelabteilungen und natürlich auch im Teefachgeschäft. 


Ich habe ein ganz einfaches Rezept für Kekse genommen und daraus einmal "Mumienkekse" und dann noch "Frankensteinkekse" gemacht. Ihr könnt die Kekse auch ohne Deko futtern. Sie schmecken wirklich gut und man hat ja doch irgendwie ein gutes Gefühl beim Naschen, oder?



Zweierlei Halloweenkekse mit Matcha 


Zutaten:

- 200 g weiche Butter
- 400 g Mehl
- 1 TL Vanilleextrakt
- 2 TL Matchapulver
- 150 g Puderzucker
- eine Prise Salz

- 1 EL Wasser

Für die Deko:

- 100 g weiße Schokolade
- schwarze Lebensmittelfarbe
- etwas Speiseöl (z.B. Rapsöl)
- Zuckeraugen


Zubereitung:

1. Alle Zutaten (bis auf das Wasser) in eine große Schale geben und mit der Hand zu einem Teig kneten. Falls der Teig zu fest ist, etwas Wasser dazugeben. 
Den Teig zu einer Kugel formen und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen. 

2. Zwei Backbleche mit Backpapier verkleiden.
Ofen auf 150°C vorheizen.

Den Teig in zwei Hälften teilen. Einen Teil in den Kühlschrank zurückstellen.
Den anderen zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen
und Kreise ausstechen. 
Auf das Backpapier legen und bei 150°C etwa 15 Minuten backen. 

3. Die zweite Hälfte wieder zwischen den zwei Lagen Backpapier ausrollen und dieses mal Quadrate ausstechen. 
Auf das andere Backblech verteilen und wieder 15 Minuten backen. 

Die Kekse gehen kaum auf, das heißt, ihr braucht nicht soviel Platz zwischen den Keksen zu lassen.
Falls ihr noch Teig übrig habt, einfach noch Kreise und/ oder Quadrate ausstechen und backen. 

4. Die Kekse gut abkühlen lassen.
Die weiße Schokolade hacken und über dem Wasserbad schmelzen lassen.
Mit einem Zahnstocher kleckst ihr hinter die Zuckeraugen etwas Schokolade und klebt sie auf die Kekse. 

Etwas mehr als die Hälfte der übrigen Schokolade in einen Gefrierbeutel füllen, die Spitze (ganz kleines Loch) abschneiden und Striche über die runden Kekse ziehen. Das sind die Stoffbinden der Mumien!

Jetzt habt ihr noch ganz wenig Schokolade übrig, die färbt ihr schön schwarz ein. Die Schokolade klumpt dann etwas. Gebt einfach etwas Speiseöl hinein, dann wird sie wieder spritzfähig. 
Die schwarze Masse gebt ihr wieder in einen Gefrierbeutel und schneidet wieder nur ganz wenig die Spitze ab. 
Damit könnt ihr jetzt die quadratischen Frankensteinkekse dekorieren. 
Also Haare, Mund, die Nägel am Hals und natürlich auch die genähte Narbe des guten. 


Die Deko schön trocknen lassen. 
Im Kühlschrank halten sich die Kekse auch eine Woche mit Deko 
und zwei Wochen ohne.

Ihr könnt also vorbacken und dann an Halloween den Gästen vorsetzen und sie damit verzaubern!
Und zusammen mit den Grabmuffins und den Oreo-Spinnen habt ihr wirklich jeden in Gruselstimmung versetzt!
Und unheimlich lecker sind die Sachen auch noch!




Zuckersüße Grüße

Eure Fräulein Zuckerbäckerin








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