Stockholm im Sommer



Guten Morgen ihr Zuckersüßen,

Ich habe schon lange keinen Kurztrip mehr gemacht .. früher war das total normal bei uns, da wir nicht viel Geld hatten und auch nicht viel Zeit.

Und irgendwann wurden die Kurztrips abgelöst von langen Reisen.. weit weg..

Was ja sehr schön ist… so mal zwei Wochen am Stück.. in einem exotischen Land!

Aber so einige Tage mal weg, ist auch total schön!
Das hatte ich schon ganz vergessen.

Als meine Freundin mich fragte, ob ich drei Tage mit ihr wegfahren wolle, da sagte ich sofort zu und nach einigem Hin und Her entschieden wir uns für ein nordeuropäisches Ziel:

Stockholm.





In Stockholm war ich bereits einmal, allerdings im Dezember.
Ich kam deshalb auf die glorreiche Idee, weil ich Dezember in einem Land verbringen wollte,
in dem es im Dezember eben richtig kalt ist .. vielleicht Schnee..
heiße Schoki ..
ja, ja… immer diese Romantik.


Naja… Letztendlich war es so kalt wie bei uns.. nicht wirklich weihnachtlich und um 15 Uhr wurde es bereits dunkel..

Richtig dunkel..

Also zappenduster (ajajajaj)

Zwischendurch hat es geregnet .. aber waagerecht .. mit ganz viel Wind. Die Hamburger unter euch kennen dieses Wetter sicherlich.



Und nun Stockholm im Sommer!
Ich war wirklich gespannt.

Vorab hatte ich mir einige Dinge notiert, die ich gerne sehen wollte. Einige hatte ich bereits gesehen, doch im Sommer stellte ich es mir  ganz anders vor.
Anders sehenswert.

Und so war es dann auch!


Am Abflugtag hatten wir zwei Stunden Verspätung! Das Triebwerk unserer Lufthansamaschine ging irgendwie nicht und wir mussten das Flugzeug wechseln.
Gelandet sind wir in Arlanda.
Endlich angekommen entschieden wir uns für den Bus nach Stockholm.
Der ist viel günstiger.

http://www.flygbussarna.se/de

Umgerechnet haben wir etwa 12 Euro (eine Fahrt) bezahlt.

Es gibt noch den Arlanda-Express.
Der ist zwar schneller (20 Minuten), kostet aber auch viel mehr!

Der Bus brauchte 40 Minuten zum Hauptbahnhof Stockholm und das fanden wir trotzdem gut! Und bequem war es auch. Außerdem sieht man so schon einmal ein bisschen was von Schweden.  



Unser Hotel befand sich in der Nähe des Hauptbahnhofs. An sich super. Aber wenn zwei Blindfrösche durch die Gegend laufen, ohne Orientierungssinn, dann braucht man halt etwas länger.

Die Einheimischen sind eher zurückhaltend. Nicht unbedingt kühl, aber eben zurückhaltend. Und sehr unaufgeregt.

Ich musste mich durchfragen.
Und nicht jeder wollte mir helfen.

Aber nachdem wir etwa 3mal an dem Hotel vorbeigelaufen sind (ja, wirklich!), fanden wir es endlich.
Das Central Hotel liegt in einer belebten Straße in der Nähe des Hauptbahnhofs. Es gibt einige Restaurants und Cafes in der Nähe und die Geschäfte sind auch nicht weit!
Das Frühstück gefiel uns sehr gut. Es gab genug Auswahl an Herzhaftem und Süßem, lecker Joghurt und Müsli.

Das Zimmer war ausreichend groß, allerdings mit wenig Stauraum. Also keine Kommode, kein Schrank. Nur eine Art Garderobe.
Aber die Lobby war immer besetzt und uns wurde immer (sehr freundlich) geholfen!

Und wie gesagt: Die Lage ist einfach super!

Die Altstadt Gamla Stan ist nicht weit. Shoppingmöglichkeiten direkt um die Ecke und hippe Bars und Restaurants auch.

Endlich angekommen ging es auch direkt los!
Zunächst einmal ging es nach Gamla Stan, die Altstadt.



Und dort blieben wir auch den ganzen Tag!
In der Altstadt kann man herrlich spazieren. Es gibt unzählige Cafes, Restaurants und Shops.
Natürlich viele Touristen-Shops mit allerlei Zeug, aber auch viel Handwerk!
Wir hatten Glück und es war nicht so voll.

Nach unzähligen Fotos vor, neben und am Kungliga Slottet (Königlisches Schloss) genehmigten wir uns ein Eis.
Mit der leckersten Waffel überhaupt.
Ich meine Eiswaffel und nicht rechteckige Waffel! Ja, wirklich! Die Eiswaffel wurde frisch zubereitet, von einem hübschen schwedischen Mädchen mit roten Bäckchen.
Es klingt ganz unecht, ich weiß!
War aber wirklich so.

Das Eis war ganz lecker, aber die Waffel war großartig!

Und nach gefühlt 3756 Fotos später tranken wir noch Cappuccino (für meine Freundin) und ein Teechen (für mich, höhö).

Wir verweilten lange dort, saßen in der Sonne und schauten uns die Leute (hauptsächlich Touristen an). Es war wirklich schön…
Entspannend..
Irgendwie war die Luft so frisch ..
Der Himmel so blau.

Bereits wenn man durch das Tor in die Altstadt läuft, fühlt man sich wie ganz weit weg. Es ist ganz zauberhaft durch die Gässchen zu laufen (am besten mit flachen Schuhen!) und hier und da in die Schaufenster zu gucken.



Für den zweiten Tag überlegten wir uns auf eine der Schären zu schippern. Davon gibt es wohl 30.000 (kleinere und größere), von denen jedoch nicht alle bewohnt sind!

Da wir nur einen Tagesausflug machen wollten, war es uns wichtig, nicht ewig und hin und her zu schippern!
Da fiel unsere Wahl auf Vaxholm.
Auch deshalb, weil es nicht ganz so weit weg ist (1 bis 1 ½ Std Bootsfahrt) und uns die netten Mitarbeiter an der Lobby Vaxholm so anpriesen.
Die Boote, sowohl für die Stadtrundfahrten als auch die Schärentouren, legen alle unten am Hafen ab. Unser Boot… eigentlich Schiff, befand sich direkt gegenüber dem teuren Grand Hotel.
Von dort stiegen wir ein. Die Tickets gab es auch drinnen, allerdings erst als das Schiff ablegte. Vermutlich weil es nur wenige Mitarbeiter gab (thihihi).
Mit Englisch kommt man eigentlich sehr weit, allerdings hatte ich, z.B. auch im Schiff, das Gefühl, dass die Schweden lieber schwedisch sprechen. Die meisten sprachen mit mir nur das Nötigste. Also viel Smalltalk hielten wir nicht. Auch nicht abends in der Bar!



Die Fahrt fand ich etwas anstrengend… recht viele Menschen.. es ist ein wenig wie Busfahren.. das Schiff hält immer mal wieder an und es steigen neue Gäste ein.. nur wenige aus.
Und so schipperten wir dahin.
Im Gepäck hatten wir Sonnencreme und Handtücher und Bikinis.

Dort sollte es nämlich auch Bademöglichkeiten geben.



Meine Freundin schlief und ich hörte Musik. Ein Magazin hatte ich leider vergessen einzupacken.
Also! Etwas zum Lesen mitnehmen!

Dort angekommen, gingen wir erst einmal zur Info, besorgten uns eine Karte und ließen uns den Strand und die Sehenswürdigkeiten markieren. Vaxholm ist eine recht kleine Insel. Mit dem Fahrrad schnell erkundet!




Zuerst gingen wir zu den alten Fischereihäuschen. Ich fühlte mich ein wenig wie bei „Michel aus Lönneberga“. Ja, wirklich. Es war unglaublich idyllisch. All die süßen Holzhäuschen. Manche rot.. manche gelb .. und alle hatten ein Gewächshäuschen im Garten und große Obstbäume. Wirklich zuckersüß.
Noch dazu hatten wir traumhaftes Wetter. Ganz viel Sonne und gefühlte 30 Grad (es waren wohl nur 25). Was wohl recht ungewöhnlich sei für Stockholm. So sagte man uns jedenfalls. Und so genossen wir es nur umso mehr.

Später gingen wir zum „Strand“. Wir wollten eigentlich zu dem größeren Strandabschnitt, mit Cafe und so.
Allerdings schafften wir es nicht bis dahin.. es war einfach zu heiß .. und wir hatten keine Lust mehr zurückzugehen und Fahrräder auszuleihen!





Also am besten erst Fahrräder ausleihen und dann losziehen.



Der „Strand“ ähnelte eher einem See. Den Schweden machte es gar nichts aus ins Wasser zu all den Käfern und so zu gehen.. die sind doch recht naturverbunden.
Ich schaffte es immerhin bis zum Oberschenkel.. aber es war soo kalt.. und dann die Algen und Käfer, haach… ja, ja.. wie die Prinzessin auf der Erbse, ich weiß…

Aber zum Abkühlen hat es allemal gereicht!

Anschließend ging es zurück zum Hotel. Wir wollten den Tag noch nutzen und etwas Bummeln.
Naja.. irgendwie sind wir dann wohl eingeschlafen .. und … zack war es neun Uhr abends. Naja… dann haben wir uns hübsch gemacht und sind einfach etwas essen gegangen. Tatsächlich gehen die Stockholmer wohl auch so spät essen, denn die Restaurants und Bars waren wirklich sehr voll.
Überraschend für mich war die Tatsache, dass fast ausschließlich mit Kreditkarte gezahlt wurde. Das kenne ich hier ja so nicht. Und überhaupt benutze ich meine Kreditkarte nur um Urlaub zu buchen. Und dort konnte man manchmal ausschließlich nur mit Karte zahlen!





Die Restaurants fanden wir sehr stylisch. Und auch die Menschen darin, thihi. Alle so groß.. und schön.
Leider hatten auch einige Lokale zu. Sie hatten Sommerferien (ajajaj).

Am letzten Tag gingen wir nach Södermalm. Dort wollten wir uns die Stadt mal von oben ansehen. Nämlich vom Aussichtspunkt Fjällgatan.
Wer die Muse hat, kann auch laufen. Vom Hauptbahnhof bis dorthin ist es gar nicht so weit. Man läuft etwa 30 bis 40 Minuten. Je nachdem, wie schnell man lauft.
Wir sind Bus gefahren!
Achtung! Das Ticket vorher kaufen! Im Bus gibt es nämlich keine. Ja… und das weiß ich, weil wir nämlich einmal aussteigen und auf den nächsten warten mussten.




Nach dem Aussichtspunkt ging es weiter hoch Richtung Sofo. Das ist ein Szeneviertel mit Cafes, Restarants und Geschäften.
Im Fotografiska Museet gibt es ein Cafe mit Panoramafenster.

In die Markthalle (Saluhall) haben wir es leider nicht mehr geschafft. Die war nämlich immer nur bis 18 Uhr geöffnet. Viele Geschäfte nur bis 19 Uhr!

Deshalb beeilten wir uns und flanierten noch auf der teuren Einkaufsstraße Stureplan.
Wirklich schön. Und wenn man Glück hat und es ist gerade Schlussverkauf kann man vielleicht auch noch etwas Nettes (nicht zu Teures) ergattern. 

Uns wurde dort ein nettes Restaurant empfohlen. Aber auch das hatte gerade Urlaub!
Also suchten wir uns einfach eine Alternative und davon gibt es in Stockholm immer reichlich.
Überall hippe Restaurants und Menschen wohin man auch sieht.

Was wir auch nicht mehr schafften, war der Stadtteil Djurgarden. Dort gibt es, z.B. ein Freilichtmuseum, das Skansen. Dort kann man Elche sehen (total toll) und andere wilde Tiere, die für den Norden typisch sind. Es ist das älteste Freilichtmuseum der Welt! Wunderschön anzuschauen sind die typischen (alten) Bauernhäuser und Herrenhöfe mit Möbeln, alten Haushaltsgegenständen und Trachten aus ganz Schweden.



Da wir immer schönes Wetter hatten, sind wir die meiste Zeit draußen gewesen. Wie die Schweden, thihi. Also keine Museen dieses Mal.
Falls ihr aber in eines gehen wollt, gibt es … Museen.

Ich war damals (im Winter) im königlichen Schloss.

Einen Kurztrip nach Stockholm (im Sommer) kann ich euch wirklich empfehlen!
Vielleicht waren drei Tage doch etwas zu wenig!

Aber für einen Tapetenwechsel hat das völlig gereicht.
Und Stockholm ist wirklich so so schön!



Und hier noch einige Worte, die hilfreich sein könnten (um vielleicht auch das nordische Eis zu brechen):

Hallo / Auf Wiedersehen                   - Hej / Hej da
Ja / Nein                                             - Ja / Nej
Wieviel Uhr ist es?                            -  Vad är klockan?
Wo ist …..?                                        - Var liggen….?
Bitte schön!                                        - Varsagod!
Verzeihen Sie (wenn man                  - Ursäkta mig
etwas fragen will)
Vielen Dank!                                      - Tack sa mycket!
Was kostet das?                                  - Vat kostar det?
Prost!                                                  - Skal!


Zuckersüße GrüßeEure Fräulein Zuckerbäckerin


Kommentare:

  1. Hach, da bekommt man direkt Lust auch selbst gleich für ein paar Tage nach Stockholm zu reisen :-)

    Und die Bezahlung mit Kreditkarte ist ua der Grund, warum ich lange mit den Euro Münzen meine Herausforderungen hatte :D ich bin nämlich total ein ich-bezahle-alles-mit-Kredikarten-Fan ;-)

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    1. Halli hallo meine Liebe,

      ja, oder? Wenn ich die Fotos sehe .. der strahlende Himmel... haach, da habe ich auch gleich wieder Lust :)

      Uiuiiui. Für mich war das mal interessant mit der Karte zu zahlen, aber ich glaube, da muss man seine Finanzen echt gut im Blick behalten, sonst .... oh jeee :)

      Zuckersüße Grüße

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  2. Oh wow :)
    Ich liebe solche kurztrips und Stockholm war schon immer ein Ziel :D
    nach diesen tollen Fotos muss man schon fast buchen ♡

    Liebe Grüsse ♡
    travelyouhappy

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    1. Halli hallo liebe Anja,

      ich hatte tatsächlich vergessen, wie schön solche Kurztrips sind und werde sicher bald wieder mal weg :)
      Ich kann es dir wirklich nur empfehlen. Es war traumhaft schön (auch weil wir so tolles Wetter hatten :)

      Zuckersüße Grüße du Liebe

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