Frühjahrsputz 2.0 - Der Kleiderschrank



Ihr kennt das alle:

So langsam lässt sich die Sonne blicken und plötzlich sind da Staubwölkchen und Fensterscheiben, durch die man nicht richtig durchgucken kann..

Es wird langsam wärmer und Frau möchte endlich wieder luftige Sachen anziehen (haach wie ich meine Sandalen vermisse!) und nicht immer diese (tonnenschwere) Daunenjacke!

Und dann passiert folgendes:

Ich stelle mich vor meinen Schrank...

schaue hinein...

verharre reglos..

fange an zu schwitzen..


gerate in Panik..


ICH HABE JA GAR NICHTS ANZUZIEHEN!!!!!





Ungeachtet der Kleidung, die mir entgegen springt aus meinem prall gefüllten Schrank... 
ungeachtet dessen.. habe ich einfach nichts zum Anziehen!!

Nach etwa fünf Minuten setze ich mich hin und starre noch immer in diesen vollen Kleiderschrank..

fünf Minuten danach ziehe einfach irgendetwas an, was ich eh immer anhabe.. weil ich ja auch nichts anderes zum Anziehen habe!


Wie kann das sein?

Ich bin unzufrieden, aber neue Klamotten einkaufen, wo doch der Schrank so voll ist.. 
das passt mir dann auch nicht!

AUSMISTEN ist angesagt!

Allein bei dem Gedanken stöhne ich entnervt auf.. ja, wie ? Und wann? haaaachhhh.... 
lieber wann anders ..


Nachdem sich dieses Szenario einige Male wiederholt (zu oft für meinen Herzensmann), bin ich bereit und lege mir einen Plan zurecht!
Ausmisten muss auch koordiniert und geplant werden!
Das geht nicht einfach so!





Und weil das ein ziemliches Unterfangen ist, bereite ich mir noch Nervennahrung vor!
Müsliriegel erscheinen mir sehr passend!
Süß, lecker und geben mir die nötige Energie!

Ein ganz tolles Rezept findet ihr den zuckersüßen Buch von Patrick Rosenthal von "Ich machs mir einfach":

Einfach Lecker - Süßes, Mini-Kuchen, Desserts, Eis & mehr

Die Rezepte darin sind wirklich abgefahren! Und für alle, die es gerne mit Schuss mögen, gibt es unzählige Köstlichkeiten darin, wie etwa Sangria Cupcakes oder Weinsorbet!
Besonders angetan hat es mir der Apfel-Toffe-Auflauf und die Erdnussriegel-Popcorn!
Ein Träumchen!

Hier bekommt ihr das Rezept für die Müsliriegel, damit ihr auch gestärkt seid zum Ausmisten!






Kirsch-Müsliriegel

Zutaten:

für eine eckige Springform
(24 cm x 24 cm)

- 250 g Haferflocken
- 250 g Cornflakes
- 1 Prise Meersalz
- 100 g Belegkirschen (geviertelt)
- 100 g Honig
- 50 g brauner Zucker
- 50 g Butter
- 100 g Zartbitterschokolade
- 200 g Mini - Marshmallows 


Zubereitung:

1. Die Springform mit Backpapier auskleiden.

2. Haferflocken und Cornflakes in eine große Schüssel geben und mit den Händen kräftig vermengen und kneten.
Salz und Belegkirschen unterheben.

3. In einem Topf Honig, Zucker, Butter und Schokolade auf kleiner Flamme schmelzen lassen. Dabei ständig rühren und die Marshmallows dazugeben.

3. Die Mischung aus dem Topf in die Schüssel geben und die Masse mit den Händen gut untermengen.

Die Masse in die Springform geben und mit den Händen
(ich nehme immer gern ein Glas und mache das mit dem Glasrücken)
fest andrücken.

Abkühlen lassen und in kleine Riegel schneiden.


Ich habe die Kirschen und die Marshmallows weggelassen!






Schritt 1 - Die Vorarbeit

Nachdem ihr euch Nervennahrung bereit gelegt habt, legt euch gute Musik ein. Am besten fröhliche Musik oder entspannende!

Eure Laune ist beim Ausmisten sehr wichtig!

Seid ihr gerade so richtig wütend und wollt alles kurz und klein hauen?
Genau!

Das ist nicht die Laune, die wir brauchen!
Ihr solltet im Gleichgewicht mit euch sein. Ja, das klingt jetzt sehr esoterisch, aber gemeint ist: 

Gut drauf, motiviert und bereit euch von einigen Teilen zu trennen!


Schritt 2 - Überblick verschaffen

Was hängt und liegt denn da noch alles? 
Nehmt erst einmal einige Teile heraus und schaut sie euch an!

Eventuell auch mal anprobieren!

Bildet nun Stapel:

Ja
Nein
Vielleicht

Den "Nein" - Stapel am besten schon einmal in Tüten oder Kisten verpacken.
Diese Teile könnt ihr auch sortieren, z.B. VERSCHENKEN, VERKAUFEN oder ALTKLEIDER (Tipps folgen gleich).


Schritt 3 - Wurst in der Pelle

Der "Vielleicht" - Stapel ist eigentlich immer der schwierigste Bereich, denn Frau ist ja unsicher. Passen die Sachen noch?
Stehen sie mir?

Probiert die Sachen an und betrachtet euch:

Zwickt die Hose?
Spannt die Bluse?
Ist der Lieblingspulli schon voll mit Wollkügelchen unter dem Arm?

Achtet hier auch mal auf Materialien!
Die zehnte schwarze Bluse aus Polyester, die kann doch weg! (Am besten die acht anderen auch!)

Die Jeans in die man sich hungern wollte, passt immer noch nicht?
Weg damit!

Das enge Oberteil sieht heiß aus, aber ihr fühlt euch wie die Wurst in der Pelle?
Auf jeden Fall weg damit!

In rosa seht ihr aus wie ein Marzipanschweinchen, aber die Farbe liebt ihr?
Bloß nicht behalten!
Wenn euch bestimmte Farben sehr gefallen, sie euch aber nicht wirklich stehen, dosiert sie!
Ein Oberteil mit etwas rosa darin ist ok, aber nicht eine ganzes Oberteil!
Ein Tuch mit den Farben, eine Tasche oder Schuhe in der bestimmten Farbe sind doch auch ganz schön und können hervorragend kombiniert werden!
Probiert es einmal aus!

Die Sachen sollten gut aussehen und tragbar sein!
Ihr solltet euch darin wohlfühlen.

Seid ihr euch hier sehr unsicher?

Dann tragt die Sachen einmal draußen und schaut, ob ihr euch noch wohl darin fühlt!
Vielleicht gibt es ja mal ein Kompliment für ein "Vielleicht"-Teil, 
oder ihr fühlt euch richtig furchtbar darin!

Glaubt mir, das erleichtert das Ausmisten ungemein!

Oder ladet eure liebsten Freundinnen ein (nicht zu viele!) 
und macht eine Party daraus (So wie in der einen Folge von "Sex and the City").
Bereitet doch ein paar Snacks und Schilder mit JA/NEIN/VIELLEICHT vor!

Alles was ihr behalten wollt, könnt ihr nun wieder in den Schrank hängen und legen. 
Dabei könnt ihr z.B. nach Farben sortieren oder Stilen. 



Schritt 4 - Erinnerungen


Es gibt aber immer noch bestimmte Teile, an denen hängen Erinnerungen.
Bei mir war das z.B. mein Kleid für die standesamtliche Trauung. 
Leider passte das Kleid oben rum gar nicht mehr und anziehen konnte ich es auch nicht. 

Es lag ewig in meinem Schrank, ebenso die passenden (blauen) Schuhe und die Tasche.

Alle Sachen habe ich auf dem Flohmarkt verkauft und die neuen Besitzerinnen haben sich wirklich so über die Teile gefreut, dass mich das glücklich gemacht hat!

In dem Kleid wollte eine Dame sogar selbst heiraten (haach). 

Aber den silbernen Haarreif habe ich behalten. 
Das nimmt nur wenig Platz ein.
Das trage ich auch viel zu selten, aber in einer schönen Box mit anderen kleinen Teilen, die mir sehr wichtig sind, hat sie einen guten Platz gefunden!

Darin liegt z.B. auch mein erster Strampler (aber nur der!).


Schritt 5 - Wohin mit dem Zeug?

Da gibt es viele Möglichkeiten. 
Ihr könnt die Sachen verschenken. 

Bei mir haut das leider wegen den Größen gar nicht hin.

Deshalb gehe oft und gerne auf den Flohmarkt. 
Das macht wirklich Spaß!
(ok, nicht immer, aber oft!)

Man lernt neue Leute kennen und die schönen Teile bekommen neue Besitzerinnen und Besitzer
und das ist doch total schön!

Die minderwertigen oder ganz alten Sachen könnt ihr in den Altkleidercontainer schmeißen oder aber mal in Geschäften nachfragen. 
Eine große schwedische Modekette gibt euch für eine Tüte Klamotten Gutscheine mit Prozenten darauf!

Edle Teile könnt ihr in Secondhand-Geschäften verkaufen. 
Die Besitzer nehmen eine Provision für jedes verkaufte Teil, aber eure Sachen können eine Zeit lang dort hängen und finden so vielleicht einen neuen Besitzer! 

Im Internet auf verschiedenen Plattformen könnt ihr einmal euer Glück versuchen, etwa Ebay-Kleinanzeigen oder Kleiderkreisel. 
Da gibt es auch keine Einstellungsgebühr!

Macht doch einmal eine eigene Kleidertausch-Party!
Ladet Freunde ein und tauscht einfach ungeliebte Stücke in tolle andere Sachen!


Schritt 6 - Basics

Jetzt ist im Schrank auch wieder Platz für neue Teile!
Shooooppen!!
Yaaay!!

Aber macht das mit bedacht!

Es gilt nicht für 100 Euro eine Tonne Klamotten zu kaufen!

Denn dann wiederholt sich der Kreislauf vom Ausmisten immer wieder!


Setzt auf Basics!
Zeitlose und klassische Teile.

Etwa:

- eine gut sitzende Jeans
- ein weißes Shirt
- ein zeitloses schwarzes kurzes Kleid
- ein tolles Blazer

Die Sachen müssen gar nicht teuer sein!
Achtet nur auf Hochwertigkeit und eine gute Passform.

Kombinieren kann man Basics dann mit tollen Accessoires, wie etwa eine tolle Tasche (die darf gern auch teuer sein), schöne Schuhe, Halstuch oder Schmuck.

Die Accessoires können ruhig etwas farbiger ausfallen. 
So peppen sie die einfachen Teile auf!


Ich hoffe, die Tipps helfen euch ein wenig.
Das Ausmisten ist eigentlich ein Prozess und irgendwann habt ihr dann wirklich soweit aussortiert, dass ihr mit euren Teilen auch wieder zufrieden seid!



Zuckersüße Grüße
Eure Fräulein Zuckerbäckerin





Gewinnerin:


Gewonnen hat die liebe Julia von DasKocherl!

Schreibe mir doch bitte eine Mail mit deiner Adresse und der Sorte Chai, die du gerne einmal probieren magst!

Allen anderen danke ich für die Teilnahme!
Seid nicht traurig!

Schon bald gibt es ein neues Gewinnspiel!











Kommentare:

  1. Haha, super dein Text! Kenn ich nur zu gut :D Das ist wirklich ein Phänomen, wie man in einem prall gefüllten Kleiderschrank einfach nichts zum anziehen finden kann.
    Am besten macht man sich dann zur Beruhigung erst mal deine leckeren Kirsch-Müsliriegel. Die lachen mich gerade richtig an. :D
    Liebe Grüße
    Julia
    Dandelion Dream

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    1. Thihi :)

      Die waren wirklich köstlich... ich war die ganze letzte Woche krank du Liebe und konnte dir gar nicht antworten!!

      Da hätten die Riegel sicher auch geholfen :)

      Zuckersüße Grüße
      :)

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